Licht und Schatten bei den Kölner Regio-Teams

Harald Antpöhler 17. Februar 2011 Zugriffe

2.Regionalliga:

MTV Köln – BG Kamp-Lintfort 89:73  (48:46)

In überzeugender Manier konnte die Mannschaft von MTV Coach Christian Mehrens das Heimspiel gegen die BG Kamp Lintfort, erwartungsgemäß gewinnen und sich auf einem sicheren Tabellenplatz im Mittelfeld der Regionalliga positionieren. „Heute hatten wir, zu meiner eigenen Überraschung, einmal keine Brüche im eigenen Spiel und konnten mit einer soliden Teamleistung den Gegner klar in Schach halten“, freute sich Mehrens über einen neuen Aspekt im Spiel seiner Mannschaft, die den Gegner immer unter Kontrolle hatte. Mit sehr viel Druck im Verteidigungsspiel startete der MTV in die Begegnung und damit agierten die Mülheimer einmal bewusst anders als in vielen, vergangenen Spielen in dieser Saison. Kamp-Lintfort aber blieb lange Zeit über nur knapp im Hintertreffen und auf Tuchfühlung, denn für den Tabellenzehnten aus der Kreisstadt am unteren Niederrhein, ging es eigentlich in dieser Partie um mehr, als für die Mülheimer, im Dunstkreis des Abstiegskampfes. „In der ersten Halbzeit war die Partie noch nahezu ausgeglichen, bevor wir unsere Ballverlustrate minimieren konnten und alles auf Sieg setzten“, erklärte Christian Mehrens die entscheidenden Faktoren im Spiel. Timo Verwimp (23), Kurosch Zandi (21/6 Dreier), Manuel Krumbach (11) und Co. „machten dann den Sack zu“ und konnten mit ihrer Routine den Sieg sicher unter Dach und Fach bringen.

 

BG Bonn/M-TuS - DJK Südwest Köln 81:72 (36:42)

Ohne die beiden etatmäßigen Aufbauspieler mussten die Südwestler in Bonn antreten und zeigten über mehr als 30 Minuten eine sehr ansprechende, starke Leistung. „Als sich die Partie aber auf die Zielgerade zubewegte, waren wir leider nicht mehr in der Lage unsere prekäre Situation auf der Aufbauposition zu kaschieren und mussten dem Umstand Tribut zollen, das wir aktuell unsere beiden besten Playmaker ersetzen müssen“, sagte DJK-Coach Platon Papadopoulos. Bis in die 30. Spielminute hatten die zweistellig punktenden Jörg Lehmann (14), Arthur Elsner (12), Kornelius Hoppe (11) und Rene Lesser (11) einen 60:56 Vorsprung gerettet, ehe die Viertelpause bevorstand und sich der gesamte Spielverlauf ändern sollte. Bonn konnte die Partie nun innerhalb von zwei Minuten drehen und sich einen Vorsprung erspielen, der die Partie entschied. „Wir sind heute hier in der ehemaligen Bundeshauptstadt, mental an unserem Handicap gescheitert und dieses Manko können wir, weil diese Spieler auch in den kommenden Wochen fehlen werden, leider nicht kurzfristig ändern, sondern müssen damit leben“, beschloss Papadopoulos seine sachdienlichen Aussagen.

 

Lokalderby-Sieg für die 99ers bei der Südwest Reserve

Herren-Oberliga: DJK Südwest Köln 2 - SG Köln 99ers   60:72    (31:31)

In einem sehr aggressiv geführten Spiel konnten die Hausherren die Mannschaft von 99ers Coach Daniel Henle, trotz vorhandener Chance, nicht besiegen und handelte sich auch im Rückspiel der beiden Teams eine verdiente Niederlage ein. Da sich beide Mannschaften aktuell aber nicht unbedingt im Dunstkreis der Abstiegsplätze aufhalten, war es eher ein Prestigeduell der rivalisierenden Vereine, welches in diesem Lokalderby der Oberliga stattgefunden hat. Bis zur Halbzeitpause bekämpften sich beide Teams auf absolut gleichen Niveau und auch der Spielstand konnte keinerlei Aufschluss geben über einen möglichen, späteren Sieger der Partie. Auch das dritte Spielviertel gab den Zuschauern keine wertige Aussage über den Ausgang des Spiels, aber vermehrt Hinweise auf einen Favoriten. Als Jan Plagemann (28), von DJIK Coach Stefan Eckstein als „Matchwinner“ tituliert, Konstantin Axnick (17), Viktor Frankl-Maus (8) und der Rest der 99ers im Schlussviertel einen rasanten Endspurt hinlegten, war die Partie schnell entschieden und die Gäste entführten einen doppelten Punktgewinn. „Die Punkte von Heinz Lange (15) und Max Weuthen (10) waren dann leider nicht mehr als Makulatur, denn wir waren in der Zeit, als die Partie entschieden wurde, physisch nicht wirklich präsent auf dem Spielfeld und mussten uns daher geschlagen geben“, ärgerte sich DJK Coach Stefan Eckstein über die verlorenen Punkte und das Abrutschen in der Tabelle.

 

Damen der 99ers zurück in der Erfolgsspur

Damen-Regionalliga: Köln 99ers – NB Oberhausen 2  64:57  (32:25)

Ein weiteres Mal ohne „Vier“ Mitspielerinnen musste das Team und Coach Wolle Stricker in einem Meisterschaftsspiel auskommen und konnte dieses Handicap glänzend überspielen. Offensichtlich mit Rückenwind vom letzten Sieg in Bochum zeigten die Kölnerinnen eine beherzte Vorstellung und bestimmten von Spielbeginn an den Takt und den Spielrhythmus. Bis zur Halbzeitpause gelang ein Vorsprung von sieben Punkten und den erspielte man sich mit engagierter Verteidigung und druckvollem Spiel auf den Korb der Gästemannschaft. Einen kleinen Rückschlag mussten Anne Storck (18), Dunja Kowalski (16), Sandra Krenzlin (7), Annika Ulrich (6) und der Rest der 99ers dann aber zu Beginn des dritten Viertels hinnehmen, als die Bundesligareserve aus dem Ruhrgebiet mit sehr ansehnlichem Passspiel die Kölner Verteidigung clever ausspielte und mit einem 11:2 Run den Vorsprung des Stricker-Teams egalisierte. Als sich die Partie dann auf die Entscheidungs-Strecke begab, konnten die Damen der 99ers wieder mit den gleichen Mitteln, wie in der ersten Halbzeit, die Partie auf ihre Seite ziehen. "Es war ein knappes, aber starkes Spiel von unserer Seite, mit Höhen und Tiefen, aber wir haben es geschafft durch unsere stabile, konzentrierte Defense, Oberhausen Offensive zu zügeln und zugleich unsere Stärken im Angriff ausnutzen“, freut sich Wolle Stricker über die gute Leistung seines Teams.

 

JugendTeams der 99ers mit wichtigen Sieg und einer folgenschweren Niederlage

NBBL U 19 : Metropol Baskets - Köln 99er       87:71 (45:40)

Bei der Spielgemeinschaft aus Essen, Herten und Recklinghausen wollte Coach Platon Papadopoulos die Ausgangsposition für die ausstehenden Spiele um den Verblieb in der Bundesliga verbessern (PlayDowns) und dies ging aus verschiedenen Anlässen gründlich daneben. Mit großen Erwartungen trat man die Fahrt ins Ruhrgebiet an und holte sich die erste Abfuhr bereits im ersten Viertel, welches man mit 29:19 abgeben musste. Dann folgte ein besserer Spielabschnitt, der Hoffnung verhieß und in der Mannschaft Kräfte freisetzte. Als sich die Angelegenheit aber auf die Zielgerade zu bewegte, hatten Viktor Frankl-Maus (23), Jonas Steffes-Ley (15), Jan Zessin (13/10 Rebounds) und der Rest des Teams nichts mehr übrig um dagegen zu halten und vergaben im letzten Spielabschnitt, welches man mit zehn Punkten Unterschied an die Hausherren abgab, einen vorher möglichen und ersehnten Erfolg. „Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, aber so respektlos wir in dieser Partie von den Schiedsrichtern benachteiligt wurden, kann dies nicht weitergehen, wir werden beim Verband dagegen vorgehen“, entlud der Kölner Coach seinen Frust über die Bestrafung seines Rauswurfs durch die Unparteiischen.

JBBL U16 Hauptrunde: Köln 99ers – Paderborn Baskets 79:78 n. V. (38:30/72:72)

In einem nervenaufreibenden Spiel verschafften sich die 99ers im dritten Spiel der Hauptrunde, eine hervorragende Ausgangsposition für das Erreichen der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Den Rückstand von acht Punkten konnte die Mannschaft aus Paderborn in den beiden Vierteln nach der Halbzeitpause, jeweils zu gleichen Teilen von vier Punkten, mit viel Kampfkraft wettmachen und das Spiel in die Verlängerung zerren. Dann  waren Nuri Karaca (34/7 Rebounds), Steffen Haufs (14), Kai Mathias (13) und der Rest der Kölner Mannschaft zwar nicht haushoch überlegen, aber Herr der Lage und retteten den Erfolg in den eigenen Safe, der sich jetzt, angefüllt mit sehr wichtigen Siegen schon als Schatztruhe ausmachen lässt. Die junge Kölner Truppe hat jetzt schon eine Strecke hinter sich, die ihr nicht alle zugetraut hätten und hat auch, wie vor den 100 Zuschauern gezeigt, ihr Nervenkostüm im Griff.